Irischer Abend 2025
Am Ende des Berichts über den Irischen Abend 2024 stand zu lesen, dass diese Veranstaltung vielleicht eine Wiederholung finden könnte. So kam es auch, denn am 16. Mai 2025 veranstaltete die Chorgemeinschaft zum zweiten Mal einen Irischen Abend. Dazu luden wir wieder in die Christuskirche ein, und wie auch letztes Jahr fand unser Konzert vor vollem Hause statt.
Als besonderes Highlight war diesmal eine Dudelsack-Gruppierung mit von der Partie, die "Highroad Pipes & Drums" aus Memmingen. Diese sechs Musiker (zwei Frauen, vier Männer) zogen dann zu Beginn sehr lautstark in die Kirche ein und schlugen das Publikum mit ihren schottisch-gälischen Stücken gleich in ihren Bann. Für manche Konzertbesucher war die Lautstärke vielleicht an der Grenze, aber wann kann man denn Dudelsackmusik so hautnah erleben? Mit Stücken wie dem bekannten "Mull of Kintyre" oder vor allem mit dem "Halleluja" von Leonard Cohen erzeugten die sechs Kilt-Träger immer wieder Gänsehaut bei den Zuhörerinnen und Zuhörern. Und natürlich gab es am Ende ihres Auftritts noch zwei Zugaben.
Für die Chorgemeinschaft hatte Chorleiterin Eva viele neue Lieder ausgesucht, aber auch ein paar "Gassenhauer" vom vergangenen Jahr waren auch dabei. Das Programm wechselte zwischen schmissigen und melancholischen Liedern ab, ganz so, wie es in der irischen Musikkultur eben üblich ist. So waren beispielsweise "Cockles and Mussels" , "Mairis Wedding" oder die "Three gipsies" lustige und temporeiche Titel, während "Down by the Salley Gardens", "Carrickfergus" oder "She moved to the fair" sehr gefühlvoll rüberkamen. Bei letzterem konnte Silke als Solistin ihre Stimme ausdrucksstark zur Geltung bringen. Natürlich fehlte auch heuer der "Wellerman" nicht. Dieses Shanty verfehlt nie seine Wirkung und lädt das Publikum ganz automatisch zum Mitklatschen ein, genauso wie beim "The drunken sailor", den wir als Zugabe sangen.
Aber was wären all die Lieder ohne Instrumentalbegleitung? Hans Augart am E-Piano, Christiane Boschan mit der Geige, Matthias Kagermann am Schlagzeug, Susanne mit der Flöte und Claudia mit dem Akkordeon unterstützten uns Sängerinnen und Sänger in vielfältigster Weise und erzeugten so zusammen mit den Stimmen eine fröhliche, unbeschwerte Stimmung, die auch sofort auf die Zuhörerinnen und Zuhörer überging.
Mit dieser guten Stimmung wechselten am Ende des musikalischen Teils viele aus dem Publikum in den Saal. Dort gab es irisches "Coddle" und ein vegetarisches Gericht, die beide reißenden Absatz fanden. Stilecht wurde dazu Guiness getrunken, und der eine oder andere beschloss das gute Essen mit einem irischen Whiskey. Zusammen mit ihrer Mutter hatte Sybille in vielstündiger Arbeit in der Küche gestanden, um das alles möglich zu machen. Die "Highroad Pipes" und eine kleine Instrumentalgruppe der "Balladines" spielte zum Essen auch noch auf, und so wurde aus dem großen Saal fast so etwas wie ein irisches Pub.
So galt der Dank am Ende des Tages den Haupt-Verantwortlichen des Abends, Chorleiterin Eva Brunner, den beiden Vorständen Sybille Kennerknecht und Peter Berg und dem Hausherrn Pfarrer Martin Weinreich, und natürlich den vielen fleißigen Helfern aus dem Chor und den Familien, die mit dem Herrichten des Saals, dem Schleppen von Getränkekisten, der Essensausgabe, mit dem Verkauf und am Ende auch mit dem Aufräumen betraut waren. Alle zusammen ermöglichten es, dass dieser Abend zu einer rundum fröhlichen, gelungenen Veranstaltung wurde.
Die folgenden Bilder sind von Marcus Noack und Lisa Kunkel.




